Die Verbindung zwischen Stress und dem Verdauungssystem
Wir sprechen oft über Stress als etwas Mentales bei Pferden. Umwelt, Transporte, Wettbewerbe oder neue Routinen.
Aber Stress ist ebenso sehr Physiologie. Wenn das Pferd gestresst ist, beeinflussen Blutfluss, Hormone und Verdauung direkt. Der Magen wird empfindlicher, die Darmbewegungen verändern sich und Unbehagen kann auftreten, ohne dass wir es deutlich bemerken.
Das Interessante ist, dass die Verbindung in beide Richtungen funktioniert. Ein Magen, der nicht optimal funktioniert, erzeugt wiederum mehr Stress im Körper. Das Pferd hat es schwerer, sich zu entspannen, reagiert schneller und hat weniger Geduld.
Deshalb spielt die Fütterung eine so große Rolle für das Verhalten.
Fasern, die Kaudauer erfordern – wie Luzerne – können dem Pferd helfen, mehr Speichel zu produzieren, was die Magensäure natürlich puffert. Das klingt einfach, aber die Wirkung kann groß sein.
Flohsamen sind ebenfalls ein beliebtes Ergänzungsmittel, das
die normale Funktion des Darms unterstützt und eine ausgewogene Magen-Gesundheit fördert.
Ein Pferd, das sich im Magen wohlfühlt, hat größere Chancen, den ganzen Tag über Wohlbefinden in seinem Alltag zu finden.